Auenfeldjet
15 - Nov - 2012

Ein Traum wird wahr

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Die Top-Skigebiete Lech Zürs und Warth-Schröcken werden verbunden!

Arlberg, am 24. Oktober 2012 – Pioniergeist steht sprichwörtlich für den Arlberg, wenn es um alpinen Skilauf geht. Bereits im 19. Jahrhundert bewegte sich Pfarrer Müller unter Strapazen auf Skiern zwischen Warth und Lech – und träumte sicher davon, was nun Wirklichkeit wird. Mit dem Start der Wintersaison 2013/14 beginnt eine neue Ära in der Geschichte des alpinen Skilaufs am Arlberg: Die Verbindungsbahn Auenfeldjet zwischen Lech Zürs und Warth-Schröcken wird realisiert!

Auf Pfarrer Johann Müller's Spuren

Skifahrer anno dazumal

Genauer gesagt: Schon 1894 pendelte der Warther Pfarrer Johann Müller mit Hilfe eines damals neuartigen Fortbewegungsmittels, einem Paar Ski, zwischen Warth und Lech. Er hatte in der Zeitung gesehen, wie man sich in Skandinavien dank Skiern und trotz Schneemassen mühelos fortbewegte. Sofort erkannte er den Nutzen der zwei Bretter und bestellte ein Paar davon. Damit die Bevölkerung ihn nicht für verrückt erklären würde, brachte sich Pfarrer Müller in nächtlichen Übungen das Skilaufen selbst bei. Welche Route er nach Lech genommen hat, ist nicht überliefert. Ebenso nicht, ob er sich während der Strapazen des Anstieges nicht manchmal eine Aufstiegshilfe herbeigesehnt hat …

Auenfeldjet verbindet Lech Zürs und Warth-Schröcken

Neue Verbindung

Am Arlberg entstanden die ersten Skilifte Österreichs, die Region gilt als Wiege des alpinen Skilaufs. Mit der Verbindungsbahn Auenfeldjet wird ein weiteres Kapitel dieser Erfolgsgeschichte geschrieben. Der von den Vordenkern des Wintertourismus seit Jahrzehnten verfolgte Plan, die Skigebiete Lech Zürs und Warth-Schröcken miteinander zu verbinden, wird durch den Bau einer zwei Kilometer langen 10er-Gondel-Einseil-Umlaufbahn realisiert. Ab der Wintersaison 2013/14 dürfen sich all jene, die der Faszination des alpinen Skilaufs verfallen sind, über die neuen Möglichkeiten und erweiterte Vielfalt in dieser Top-Skiregion freuen!

Die neue Skigebietsverbindung

Mehr Vielfalt in einer der schneereichsten Regionen der Alpen

Panoramakarte

Beide Skigebiete – Ski Arlberg mit Lech Zürs und Warth-Schröcken – zählen heute schon zu den gefragtesten Destinationen bei begeisterten Wintersportlern. Durch die neue Verbindung entsteht das größte Skigebiet in Vorarlberg mit 47 Liften und Bahnen sowie 190 Kilometer Skiabfahrten. Den Gästen stehen am gesamten Arlberg nun 94 Skilifte und 340 Kilometer Skiabfahrten zur Verfügung. Der erweiterte Skiraum bietet Hanglagen, die je nach Sonneneinstrahlung besondere Qualitäten für sportlich Ambitionierte und Genussskifahrer bereitstellen. So können Skiurlauber von Warth-Schröcken nun den legendären Weißen Ring
fahren und Gäste von Lech Zürs gelangen über den Saloberkopf bis zum Körbersee und in die Dörfer Schröcken und Warth. Die Panorama-Blicke in den jeweiligen Skigebieten sind einzigartig und geben dem Gast ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Was besonders reizvoll ist: Der Charakter und der Charme der einzelnen Orte bleibt erhalten, das Skisportangebot und die Vielfalt steigen.

Musterbeispiel für eine sanfte Verbindung

Auenfeldjet

Der Auenfeldjet kann als Musterbeispiel für eine sanfte Verbindung zweier Skigebiete betrachtet werden. Der Bau erfolgt unter größtmöglicher Schonung der Umwelt, die Eingriffe in die Naturlandschaft beschränken sich auf den Bau der Bahn selbst. Es wird keine neue Skipiste entstehen. Die Bahn wird mit wenigen Stützen am westlichen Rand des Auenfelds angelegt. Es gibt sogar den positiven Nebeneffekt, dass die bestehende 30 kV-Stromleitung durch das Auenfeld aus dem Landschaftsbild verschwindet und unterirdisch im Kabelgraben der Bahn mit verlegt werden wird. Die neue Verbindung entsteht in guter Zusammenarbeit aller Skiliftbetreiber mit den Grundbesitzern, den Behörden und in Übereinstimmung mit dem Vorarlberger Tourismuskonzept. Ein exklusives Skivergnügen bleibt nach der Verbindung selbstverständlich gewahrt. Denn auch zukünftig werden ab 14.000 Skifahrern pro Tag in Lech Zürs und 8.000 Skifahrern pro Tag in Warth-Schröcken keine Tageskarten mehr verkauft. So wird sichergestellt, dass es in den Ortschaften zu keiner zusätzlichen Verkehrsbelastung kommt.

TR DI Michael Manhart

"Die einzigartige Naturlandschaft ist unser größtes Kapital als Tourismusregion. Es war uns daher von Beginn an wichtig, dass wir eine Lösung für die Verbindung der Skigebiete finden, die nur sehr geringe Eingriffe in die Natur erfordert. Mit dem Auenfeldjetist
uns dies gelungen."
TR DI Michael Manhart
Geschäftsführer Skilifte Lech Ing. Bildstein GmbH

Fakten Auenfeldjet

  • Baubeginn: Frühjahr 2013
  • Geplante Eröffnung: Winter 2013/14
  • Länge: 2.071,66 Meter
  • Seehöhe Talstation: 1.719 Meter ü. M.
  • Seehöhe Bergstation: 1.786 Meter ü. M.
  • Seilbahntyp, Seilbahnbauer: 10er-Gondel-Einseil-Umlaufbahn, Fa. Doppelmayr
  • Beförderungskapazität: 1.490 Personen/Stunde
  • Investitionsvolumen: 12 Mio. Euro inkl. Lawinensicherung
  • Eigentümer: Auenfeldjet GmbH & Co KG

Fakten Skigebiet Ski Arlberg

  • Anzahl Lifte und Bahnen: 94
  • Anzahl Skiabfahrtskilometer: 340

Fakten Lech Zürs und Warth-Schröcken

  • Anzahl Lifte und Bahnen: 47
  • Anzahl Skiabfahrtskilometer: 190
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