Atem(be)raubendes Lech (c) Natascha Reitz
14 - Nov - 2016
von Natascha Reitz

Atem(be)raubendes Lech

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Was passiert, wenn zwei Berliner, die tagein tagaus ausnahmslos auf flachen Wegen laufen, nach Lech reisen, um dort mit der Vizeweltmeisterin im Berglaufen zu trainieren? – Es raubt Ihnen nicht nur sprichwörtlich sondern auch tatsächlich den Atem.

Atem(be)raubendes Lech (c) Natascha Reitz

Wo blühende Almwiesen in der Sonne leuchten und sich majestätische Gipfel gen Himmel strecken, wo seit über hundert Jahren im Winter Skigeschichte geschrieben und im Sommer mit Wanderstock ein Berg nach dem anderen erobert wird, dort finden die Laufcamps von Sabine Reiner statt. Die Vizeweltmeisterin in der Berglaufdistanz lebt ihr Motto „Laufen bewegt“ und beweist ihren Teilnehmern, dass Laufen nicht nur aus Laufen besteht. Technik- und Athletiktraining, Stretching, Mobilisation und Kraftübungen sind neben geführten Laufeinheiten durch das Lecher Bergidyll Bestandteil ihres ganzheitlichen Trainingscamps, von dem sowohl Laufanfänger als auch erfahrene Athleten profitieren. 

Laufen und dabei die Landschaft genießen? – Ja, das geht.

Atem(be)raubendes Lech (c) Natascha Reitz

Denn wer nicht so schnell wie Sabine bei ihren Wettkämpfen die Berge hoch eilt, der hat auch genug Zeit um die Schönheiten am Wegesrand zu bewundern – und diese Zeit sollte man sich auch unbedingt nehmen: Es geht über saftige Almwiesen, entlang dem tosenden Lech und vorbei an staunendem Vieh

Atem(be)raubendes Lech (c) Natascha Reitz

Steile Bergwege und bemooste Waldpfade führen zu reißenden Wasserfällen und gemütlichen Hütten. Über grüne Skipisten, weiße Hänge und durch frischen, sauberen Regen. Mit jedem Schritt fühlt man wie sich die Lunge mit einem Übermaß anmutiger Szenerie aus erhabenen Bergen, gesunden Bäumen und gastlichen Menschen füllt – all das schon zu Beginn der Sommersaison Ende Juni. 

Zu einem ausgeglichenen Training gehört auch die Regeneration.

Atem(be)raubendes Lech (c) Natascha Reitz

So werden am Ende eines bewegten Tages die müden Läufermuskeln in der heißen Bio-Sauna aufgewärmt und die Durchblutung beim Kneippen in 4 Grad frischem Quellwasser angeregt.

Und was bleibt? Die Erkenntnis, dass auf die anstrengendsten Anstiege die schönsten Ausblicke folgen, dass es den meisten Läufern leichter fällt einen Berg hoch zu rennen als ihre Fußzehen zu berühren und schließlich, dass in Vorarlberg Bewegung nicht immer gleich Skifahren bedeutet. 

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